Liederabend mit Gesang und Klavier
Winterreise
Franz Schuberts großer Liedzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller — ein musikalischer Weg durch Kälte, Erinnerung, Einsamkeit und innere Bewegung
Evgenia Fölsche, Klavier
mit wechselnden Gesangspartnern
Ein Weg durch Kälte, Erinnerung und Hoffnung
Die Winterreise ist kein gewöhnliches Programm. Sie ist ein Weg: ein Gang durch Kälte, Erinnerung, Entfremdung und innere Verhärtung — Schritt für Schritt, Lied für Lied, ohne äußeren Trost und doch von einer unerhörten musikalischen Intensität getragen.
Wilhelm Müllers Gedichte sind keine lineare Erzählung, sondern verdichtete Lyrik. Sie sprechen in Bildern, Symbolen und inneren Zuständen. Franz Schubert hat diese Texte nicht illustriert, sondern in Klang verwandelt: Das Klavier kommentiert, widerspricht, erinnert, friert, flackert und öffnet einen seelischen Raum von einzigartiger Tiefe.
In der ursprünglichen Form mit Stimme und Klavier entsteht eine besondere Konzentration. Der Zyklus braucht keine äußere Inszenierung, um unmittelbar zu wirken: Er vertraut auf die Kraft von Wort, Atem, Klang und Stille.
Konzertangebot / Liedzyklus
Die Winterreise kann als reine Aufführung mit Gesang und Klavier angeboten werden — in höchster musikalischer Konzentration und ohne erläuternde Eingriffe während des Zyklus. Je nach Rahmen sind auch eine kurze Einführung, eine reflektierte Konzertfassung oder besondere Aufführungsformen möglich.
Das Programm eignet sich für Liedreihen, Schubert-Zyklen, Kammermusikprogramme, Kirchen, Kulturvereine, Festivals und Veranstalter, die eines der zentralen Werke der Liedliteratur in einer konzentrierten und zugleich zugänglichen Form präsentieren möchten.
Jede Aufführung entsteht aus dem Raum, dem Anlass und den Menschen, die sich auf diesen Weg einlassen. Die konkrete Besetzung und Fassung wird individuell auf Konzertreihe, Raumgröße, Akustik und Zielpublikum abgestimmt.
Dokumentationen zur Winterreise
Videoausschnitte und dokumentarische Materialien geben einen Einblick in die musikalische Arbeit an einzelnen Liedern der Winterreise. Eine vollständige Dokumentation mit Videos, Konzertprogrammen und weiteren Materialien kann Veranstaltern auf Anfrage in einem geschützten Bereich zur Verfügung gestellt werden.
Erstarrung
Franz Schubert - Winterreis - Erstarrung
Matthias Lika, Bariton, Evgenia Fölsche, Klavier
Festival der Stimmen Liechtenstein
13. März 2026
Mut
Franz Schubert - Winterreis - Erstarrung
Matthias Lika, Bariton, Evgenia Fölsche, Klavier
Festival der Stimmen Liechtenstein
13. März 2026
Täuschung
Franz Schubert - Winterreis - Täuschung
Matthias Lika, Bariton, Evgenia Fölsche, Klavier
Festival der Stimmen Liechtenstein
13. März 2026
Die Post
Franz Schubert - Winterreis - Die Post
Matthias Lika, Bariton, Evgenia Fölsche, Klavier
Festival der Stimmen Liechtenstein
13. März 2026
Programmgedanke
Die Winterreise ist das Werk zweier Künstler: Wilhelm Müller gab den inneren Weg in dichterische Bilder, Franz Schubert verwandelte diese verdichtete Sprache in einen musikalischen Seelenraum. Aus Gedichten wird kein erzählendes Drama im äußeren Sinn, sondern eine Folge innerer Zustände: Aufbruch, Erinnerung, Erstarrung, Vision, Fremdheit und Einsamkeit.
Schuberts Musik folgt der Sprache mit größter Genauigkeit. Das Klavier ist dabei nicht Begleitung, sondern eine zweite Stimme: Es geht, friert, pocht, erinnert, widerspricht und öffnet Räume, in denen das Unsagbare hörbar wird. Gerade in der scheinbaren Schlichtheit von Stimme und Klavier liegt die besondere Radikalität dieses Werks.
Die reine Aufführung mit Gesang und Klavier ist deshalb keine Reduktion, sondern Vertrauen: Vertrauen in die Kraft der Lyrik, in die Konzentration des Hörens und in die Offenheit eines Werks, das jede Generation und jeden einzelnen Menschen neu anspricht.
Aufführungsformen
Die ursprüngliche Form – Stimme und Klavier
Die klassische Aufführung mit Singstimme und Klavier stellt Wort und Klang in den Mittelpunkt. Ohne äußere Ablenkung entsteht ein Raum höchster Aufmerksamkeit, in dem Müllers Lyrik und Schuberts Musik unmittelbar wirken können.
Diese Form eignet sich besonders für Liedreihen, Kammermusiksäle, Kulturvereine und konzentrierte Konzertformate, bei denen das Publikum dem Zyklus als geschlossenem inneren Weg begegnet.
Die reflektierte Form – Winterreise mit Einführung
Eine kurze Einführung vor der Aufführung kann die großen dramaturgischen Bögen des Zyklus sichtbar machen, ohne einzelne Lieder festzulegen oder dem Publikum konkrete Bilder vorzugeben. Sie öffnet einen Denkraum und tritt danach zurück.
Diese Form eignet sich besonders für Ersthörer, Gesprächskonzerte, Bildungsformate oder Veranstalter, die ihrem Publikum einen behutsamen Zugang zu einem komplexen Werk ermöglichen möchten.
Die sakrale Variante – Winterreise mit Chor
In einem geistlichen Raum kann die Winterreise eine zusätzliche Resonanz gewinnen. Eine behutsame chorische Erweiterung — etwa in der Fassung von Gregor Meyer — ergänzt den einsamen Weg des Wanderers nicht durch äußere Effekte, sondern durch eine zweite Ebene des Hörens.
Der Chor erscheint dabei nicht als Gegenfigur, sondern als Raum, Weite und Echo. Besonders in Kirchen entsteht so eine geistlich anschlussfähige Deutung, ohne das innere Gespräch zwischen Stimme und Klavier zu überdecken.
Komponist im Programm
Für Veranstalter
Die Winterreise eignet sich für Liedreihen, Schubert-Festivals, Kammermusikprogramme, Kirchen, Kulturvereine, Musikhochschulen, Gesprächskonzerte sowie für Konzertformate, die eines der zentralen Werke der Liedliteratur in konzentrierter Form präsentieren möchten.
- Besetzung: Singstimme und Klavier; weitere Besetzungen nach Absprache
- Dauer: ca. 70–75 Minuten; mit Einführung oder erweitertem Format entsprechend länger
- Werk: Franz Schubert: Winterreise D 911, Liederzyklus nach Wilhelm Müller
- Instrument: gut gestimmter Flügel oder Konzertflügel
- Raum: Konzertsaal, Kammermusiksaal, Kirche oder Kulturraum mit geeigneter Liedakustik
- Optional: Einführung, reflektierte Konzertfassung, sakrale Variante mit Chor oder ergänzende Materialien zum Zyklus
- Besetzungspartner: je nach Verfügbarkeit u. a. Matthias Lika, Johannes Kammler, Johann Kristinsson und weitere erfahrene Liedinterpreten
Auf Anfrage können Veranstaltern Videoausschnitte, Programmunterlagen, Technikliste, Repertoireinformationen und weitere Materialien zur Verfügung gestellt werden. Die konkrete Fassung wird individuell auf Raum, Anlass, Publikum und organisatorische Möglichkeiten abgestimmt.
Konzertanfrage
Für Konzertanfragen, Terminmöglichkeiten, Besetzungsoptionen, technische Voraussetzungen, Honorarabsprachen und Zugang zur vollständigen Dokumentation freue ich mich über Ihre Nachricht.
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