Franz Schubert: Die schöne Müllerin
Franz Schubert – Die schöne Müllerin
- Die schöne Müllerin – Das Wandern
- Die schöne Müllerin – Wohin?
- Die schöne Müllerin – Halt!
- Die schöne Müllerin – Danksagung an den Bach
- Die schöne Müllerin – Am Feierabend
- Die schöne Müllerin – Der Neugierige
- Die schöne Müllerin – Ungeduld
- Die schöne Müllerin – Morgengruß
- Die schöne Müllerin – Des Müllers Blumen
- Die schöne Müllerin – Tränenregen
- Die schöne Müllerin – Mein!
- Die schöne Müllerin – Pause
- Die schöne Müllerin – Mit dem grünen Lautenbande
- Die schöne Müllerin – Der Jäger
- Die schöne Müllerin – Eifersucht und Stolz
- Die schöne Müllerin – Die liebe Farbe
- Die schöne Müllerin – Die böse Farbe
- Die schöne Müllerin – Trockne Blumen
- Die schöne Müllerin – Der Müller und der Bach
- Die schöne Müllerin – Des Baches Wiegenlied
Franz Schubert: Die schöne Müllerin (D 795, op. 25) ist der erste der beiden großen Müller-Zyklen nach Gedichten von Wilhelm Müller – komponiert 1823 und 1824 gedruckt. In 20 Liedern folgt die Erzählung einem jungen Müllerburschen: vom Aufbruch am Bach über Werben, Eifersucht und Verzweiflung bis zur letzten Beruhigung im Wiegenlied des Baches. Der Zyklus gehört zu den Ecksteinen des romantischen Klavierlieds – dramaturgisch geschlossen, musikalisch reich und bis heute omnipräsent im Konzert.
Inhaltsverzeichnis
Werkdaten & Überblick
- Komponist: Franz Schubert (1797–1828)
- Titel: Die schöne Müllerin (op. 25), D 795
- Textvorlage: Wilhelm Müller, Zyklus Die schöne Müllerin (1820/21)
- Komposition: 1823; Erstdruck: 1824 (Diabelli)
- Umfang: 20 Lieder für Singstimme & Klavier
Datierung, Opus- und D-Nummer sind in Standardnachschlagewerken übereinstimmend belegt. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Entstehung & Quellen
Schubert vertonte 20 der Müllerschen Gedichte und ordnete sie zu einem durchkomponiert wirkenden Spannungsbogen – der Bach wird zur erzählenden Instanz. Der 1824 gedruckte Zyklus ist Carl von Schönstein gewidmet; Urtext/Partituren sind frei zugänglich. :contentReference[oaicite:2]{index=2}
Zur textlich-musikalischen Einordnung bieten Oxford Song und einschlägige Werkartikel kompakte Überblicke. :contentReference[oaicite:3]{index=3}
Handlung & Dramaturgie (kurz)
Aufbruch: Das Wandern → Wohin? → Halt! – der Bach zieht, die Mühle lockt.
Werben: Danksagung an den Bach, Am Feierabend, Der Neugierige, Ungeduld, Morgengruß, Des Müllers Blumen, Tränenregen, Mein! – Hoffnung bis zum Bekenntnis.
Wende: Pause, Mit dem grünen Lautenbande – das Grün als Zeichen, Der Jäger, Eifersucht und Stolz – Konkurrenz und Kränkung.
Sturz & Nachklang: Die liebe Farbe / Die böse Farbe (Farbdiptychon), Trockne Blumen (Totenritual), Der Müller und der Bach (Trostgespräch), Des Baches Wiegenlied (beruhigtes Finale). :contentReference[oaicite:4]{index=4}
Musikalische Sprache & Leitmotive
- Bach-Figur: Fließende Arpeggien/6⁄8-Motorik (Nr. 1 u. a.) als Bewegungssymbol des Erzählflusses.
- Farbe Grün: Hoffnungssignal ⇄ Schmerzsignal (Die liebe/böse Farbe) – semantischer „Kipphebel“ im Zyklus.
- Dialogik: Personifizierter Bach als Tröster (Nr. 19) und letzter Sprecher (Nr. 20).
- Formvielfalt: Strophisch bis durchkomponiert; prägnante Tonartenkontraste tragen die Dramaturgie (z. B. h-Moll → B-Dur in Nr. 16/17). :contentReference[oaicite:5]{index=5}
Aufführungspraxis
Erzählfokus: Der Zyklus lebt von kontinuierlichem Atem (Bach-Gestus), sprachnaher Deklamation und kluger Binnenfarbigkeit zwischen Hoffnung, Kränkung und Trost. Kontraste (z. B. Ungeduld vs. Der Neugierige) sind dynamisch und farblich – nicht lautstärkebasiert.
Disposition: Lagenwahl/Transpositionen folgen Textverständlichkeit und dramaturgischer Linie; Fortepiano-Klang (z. B. Staier) beleuchtet Transparenz und Artikulation der Begleitfiguren.
Ausgaben & Tonarten
Urtext-/Historische Ausgaben (Diabelli/Peters) liegen digital vor; hilfreiche Tonartenübersichten (inkl. Transpositionsangaben) sind dokumentiert. Für Programmgestaltung empfiehlt sich die Orientierung an Schuberts ursprünglicher Reihenfolge. :contentReference[oaicite:6]{index=6}
Referenzaufnahmen (Auswahl)
- Dietrich Fischer-Dieskau – Gerald Moore
- Fritz Wunderlich – Hubert Giesen
- Ian Bostridge – Mitsuko Uchida
- Christoph Prégardien – Andreas Staier (Fortepiano)
- Matthias Goerne – Christoph Eschenbach
Videos
Häufige Fragen zu Schubert: „Die schöne Müllerin“
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Wie viele Lieder umfasst der Zyklus – und wann entstand er?
20 Lieder; komponiert 1823, Druck 1824 (op. 25, D 795). :contentReference[oaicite:8]{index=8}
Wer ist Wilhelm Müller?
Der Dichter (1794–1827) verfasste die Gedichte der Schönen Müllerin und später der Winterreise, die Schubert vertonte. :contentReference[oaicite:9]{index=9}
Gibt es Werkquellen online?
Ja – Partituren/Scans bei IMSLP; Überblicksartikel bei Oxford Song und Wikipedia. :contentReference[oaicite:10]{index=10}